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Beethoven, Schostakowitsch und Honegger für einen guten Zweck

Monika Gaggia und Kristian Aleksic spielten für die Lebenshilfe

Das Duo Gaggia und Aleksic

MITTERFELDEN (hä) - „Schon seit Längerem hat sich der Kulturverein bemüht, ein Benefizkonzert zugunsten der Lebenshilfe Berchtesgadener Land zu organisieren. Nun ist es uns endlich gelungen, mit dem Duo ‚Gaggia – Aleksic‘, zwei hervorragende Künstler für diesen Abend zu gewinnen.“ So begrüßte Peter Hänsch, zweiter Vorsitzender des Kulturvereins der Gemeinde Ainring, die 60 Konzertgäste, die sich am vergangenen Sonntag im Mitterfeldener Pfarrzentrum Sankt Severin einfanden. Und er hatte nicht zu viel versprochen, denn die Cellistin Monika Gaggia und ihr Partner, der Pianist Kristian Aleksic, boten den Gästen ein sehr abwechslungsreiches und anspruchsvolles Programm.

Zunächst brachten die beiden Künstler im mit Kerzen beleuchteten Pfarrsaal eine Sonate in D-Moll des russischen Komponisten Dimitrij Schostakowitsch zu Gehör. Das Stück, das in seiner Melodik eher konservativ-spätromatische Züge trägt, gilt als erstes bedeutendes Kammermusikwerk Schostakowitschs. Mit seinem besinnlichen und meditativen Largo und dem heiteren Thema des letzten Satzes, begeisterte es nicht nur bei seiner Uraufführung im Jahre 1935. Auch das Duo „Gaggia – Aleksic“ brachte seine musikalische Spielfreude selbstsicher und gekonnt zum Ausdruck.Auch bei Beethovens Sonate Nr. 3 in A-Dur überzeugten die Musiker. Das um 1807 entstandene Stück besticht durch seine musikalische Vielfalt, die Gaggia und Aleksic auf gekonnte Weise interpretierten. Beginnend mit einem Cellosolo kommt das Klavier ergänzend hinzu und stimmt in die schwärmerische Melodie ein, ehe diese Harmonie wieder zerbricht und der erste Satz in einem Nebeneinander der Stimmen endet. Ganz anders das „Scherzo“, das mit rhythmischen Verschiebungen zwischen Cello und Klavier spielt und in das „Allegro vivace“ übergeht.Der zweite Teil des Konzertabend war den französischen Musikern des 20. Jahrhunderts gewidmet. Die „Groupe des Six“ forcierte entscheidend den Aufbruch der Musik ihres Landes in eine eigene, unabhängige Moderne. Ein Vertreter dieser Gruppierung war Arthur Honegger, dessen „Sonatine“ für den nächsten Programmpunkt ausgewählt wurde. Gaggia und Aleksic verstanden es in ihrem Spiel die beiden Ideale des Komponisten – die unbedingte Formstrenge sowie eine tiefe Innerlichkeit - gekonnt zu vermitteln. Durch die Verwendung verschiedenster Gestaltungsmittel und Stilrichtungen wie Polyrhythmik oder Jazz, erhielt die Darbietung einen besonderen Reiz.In der vorgetragenen Sonate von Francis Poulenc (1899 - 1963) vereinigen sich Eindrücke zeitgenössischer Musik, Melodien aus Caféhäusern und bekannte Salonmusik zu einem kunstvollen musikalischen Mosaik. Auch bei diesem Stück, welches den Abschluss des Konzertabends bildete, wurden die Künstler dem großen Variantenreichtum der Komposition voll gerecht. Obwohl ihnen zum Teil keine leichte Kost geboten wurde, zeigten sich die Zuhörer durch die Professionalität und das Können von Monika Gaggia und Kristian Aleksic beeindruckt und spendeten reichlich Applaus. Dafür bedankte sich das Duo auf seine Weise mit der sehnsuchtsvollen Melodie aus Charlie Chaplins Film „Limelight“.

 

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