navigieren sie hier >

Home - Veranstaltungsrückblick - Kunstmeile - 
Home Kulturverein Ainring 
Ainringer Künstler 
Historisches Ainring 
Veranstaltungsrückblick 
Aktionen 
Wir über uns 
Kontakt 

  

Begegnungen mit dem „Saalachwurm“

Künstler erklären ihre Werke an der Ainringer Kunstmeile

Ainring. Ein künstlerischer Brückenschlag gelang der Gemeinde und dem Kulturverein mit dem Projekt „Ainringer Kunstmeile – Kunst am Fluss“. Maler aus der Region waren aufgerufen, ihre Ideen zum Thema „Das Verbindende“, am Zaun der Hammerauer Annahütte umzusetzen. Bei der Eröffnung der Freiluftgalerie gaben die Schöpfer Einblick in ihre Überlegungen und stellten die präsentierten Werke vor.

Angelehnt an seinen „Zyklus der 48 Masken“ gestaltete Walter Angerer der Jüngere eine Hommage an das Stahlwerk Annahütte. Das eher grimmig wirkende Bild erinnert das Spannungsfeld zwischen Technikentwicklung und Umwelt. „Die stählern-technische Maske soll uns daran erinnern, nicht eisern zu werden, sondern unser Herz zu behalten.

Renate Dehrberg und Friederike Fürst schufen die „Symbiose der Hymnen“. Symbolisch umrahmt von den bayerischen und österreichischen Landesfarben verknüpften sie die Hymnen der Nachbarstaaten. „Man könnte meinen, sie gehörten zusammen“, erklärten die Künstlerlinnen zu den ineinandergeschriebenen Texten.

Von einer nächtlichen Begegnung mit dem „Saalachwurm“ erzählt das Bild des jungen Graffitikünstlers Christian Hogger junior. In einer phantasievollen Geschichte erzählte er den Gästen von seinem Treffen mit dem „bayerisch-salzburgischen Riesenwurm“, der sich wünschte, auf der Kunstmeile abgebildet zu werden.

Mit Impressionen aus dem Ainringer Moor beteiligten sich Theresa Hültner und Peter Enzinger an dem Projekt. „Uns war die Verbindung zwischen dem Moor und dem Untersberg wichtig, da sie von der Gemeine aus gut zu sehen sind und unser Heimatbild wesentlich prägen“, berichtete Theresa Hültner.

Den Blick durch das Saalachtal in das 45 Kilometer entfernte Loferer Steingebirge eröffnet das Bild von Ludwig Greithaner. Die selbe Aussicht genießen Grenzgänger bei klarer Sicht von der Brücke aus. Zur weißblauen Girlande, die das Werk umrahmt erklärte Greithaner: „Das ist ein festliches Zeichen. Hier kommen Menschen zusammen und begegnen sich“.

„Die Auseinadersetzung mit den Weltreligionen ist mir seit Jahren ein Anliegen. Es macht mich betroffen zu sehen, wie immer wieder Kriege aus Religionsgründen entbrennen“, verdeutlichte Christine Hötzendorfer ihre Motivation. Die Wagingerin verband in ihrem Werk „Die meinen, dass sie sich fremd sind“ die Symbole der großen Religionen. Das Bild verstehe sie auch als Einladung zur Meditation.

„Wir wollen durch unsere Jugendgruppe eine Brücke an der Brücke aufzeigen. Die beiden äußeren Figuren, die sich den Ball zuspielen, sollen eine Brücke nicht nur zwischen Österreich und Deutschland, sondern von Mensch zu Mensch symbolisieren“, erklärten Renée Prähauser, Lisa Roider, Simone Enzinger und Sarah Abdoun stellvertretend das farbenfrohe Holzrelief der Hauptschulklasse 9M. „Die Darstellung zeigt die Schüler so, wie sie sind: dynamisch, anlehnungsbedürftig, konfrontationsbereit, vor allem aber nicht schwarz weiß, sonder bunt mit vielen Facetten. Das Bild der Grundschule Thundorf wird erst in den kommenden Wochen angebracht und soll eine Brücke mit Kinder aus verschiedenen Nationen zeigen.

Eine Huldigung an Friedensreich Hundertwasser ist David Ho Zehnters Mandala „Frieden in Europa“. In unterschiedlichen Übersetzungen ist das Wort „Frieden“ zu lesen. Das Motiv der Wanderer griff er mit alttestamentlicher Anlehnung mit „Raphael, Engel der Wanderer“ auf.

 

Auch Zehnters Tochter Michaela beteiligte sich mit den frei gemalten Wappen von Ainring, Berchtesgaden und Oberbayern.

Motive wie die Schnalzer, historische Funde aus dem Moor oder markante Bauwerke vereinigte Anton Zeller zu seinen „Impressionen aus der Gemeinde“. „Kunst und Technik trennt kein Meer, oft nur Sprachlosigkeit“, erklärte der Erbauer der Saalachbrücke. „Egal, wie wir Freundschaft definieren, ohne Verbindung mit anderen Menschen bleiben wir einsame Inseln, die von ihren Schätzen nichts herzeigen können“.

Die Entwicklung des ältesten Stahlwerks Europas zu einem modernen Betrieb schildert eine Tafel über die Geschichte der Annahütte. Evelyn Aicher freute sich über die Initiative, die aus dem wenig ansehnlichen Werkszaun eine künstlerische Plattform entstehen ließ.

Bilder von der Eröffnung

aicher_angerer.jpg amzaun.jpg angerermitwerk.jpg besucher.jpg besucher2.jpg
bruecke.jpg eroeffnung00.jpg eroeffnung01.jpg eschlberger.jpg eschlberger2.jpg
eschlberger3.jpg hauptschule.jpg kuenstlergruppe.jpg kuenstlergruppe2.jpg musik.jpg

 

 
Beteiligte Künstler:
  • Walter Angerer der Jüngere
  • Renate Dehrberg
  • Peter Enzinger
  • Friederike Fürst
  • Ludwig Greithaner
  • Christian Hogger junior
  • Christine Hotzendorfer
  • Theresa Hültner
  • David Ho Zehnter
  • Michaela Zehnter
  • Anton Zeller
  • Hauptschule Mitterfelden und
  • Grundschule Feldkirchen.
  • Pfadfinder Mitterfelden & Behindertengruppe BGL

Copyright © Andreas Hänsch

 

Bilder von der Entstehung:

kunstmeile_20020823_01.jpg kunstmeile_20020823_02.jpg kunstmeile_20020823_03.jpg kunstmeile_20020823_04.jpg kunstmeile_20020823_05.jpg
kunstmeile_20020823_06.jpg kunstmeile_20020823_07.jpg kunstmeile_20020823_08.jpg kunstmeile_20020823_09.jpg kunstmeile_20021013_21.jpg
kunstmeile_20021013_22.jpg kunstmeile_20021013_23.jpg kunstmeile_20021013_24.jpg kunstmeile_20021013_25.jpg kunstmeile_20021013_26.jpg
kunstmeile_20021013_27.jpg kunstmeile_20021013_28.jpg kunstmeile_20021013_29.jpg    

Copyright © Werner Scharbert

 

 

Copyright (c) 2005 Kulturverein der Gemeinde Ainring e.V. All rights reserved.

werner@ainring.info