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Flugplatz Ainring -Anflugplan


Anflugplan des Flughafens Ainring für die allierten Luftstreitkräfte

Beschreibung des Flughafens für die alliierten Luftstreitkräfte (übersetzt in Deutsch)

Deutschland                                  Ainring                                    Flugplatz
Koordinaten: 47° 49'00 N                   Höhe 1414 Fuß
12° 57'30 O
Kartenunterlage: G.S.G.C             4081         Deutschland
1:100.000 Blatt 156
Örtliche Lage und Abgrenzungen: 4 1/2 Meilen WNW von Salzburg, 7 1/4 Meilen NNO von BAd Reichenhall, 1/2 Meile östlich vom Dorf Ainring.
Der Fluß Saalach fließt von SSW nach NNW 1 Meile entfernt im Osten und der Fluß Salzach von SSW nach NNO durch Salzburg. Die Verbindung dieser Flüsse 3 1/4 Meilen im NNO ergeben eine natürliche Grenze. Der Chiemsee, 25 Meilen westlich, erweist sich als auffallend, auch sind dort zusätzlich der Waginger See, 12 Meilen in NNW und der Seekirchner See, 12 Meilen im Nordosten.
Hindernisse: Der Flugplatz liegt in gebirgiger Landschaft an den Vorbergen der Alpen.
Im Westen: Hügelhöhe bis 2.700 Fuß innerhalb von 3 Meilen vom Flugplatz.
Südosten und Süden: Stationsgebäude und Hangars.
Ausdehnung: 750 Yards von N nach S, 900 Y. von 0 nach W.
Längste Strecke 1.100 Y. von NW nach SO.
Unregelmäßige Gestalt.
Oberfläche: Rasen auf kiesigem Untergrund
Startbahn: Keine (1.2.44)
Eine große, benützbare Betonrollbahn befindet sich vor dem großen Hangar an der Südseite.
Einrichtungen:
a) Brennmaterial und Öl: Ein unterirdisches Brennstofflager wurde festgestellt nahe der Südostecke.
b) Wasser: Verfügbar. Es gibt ein festes Wasserreservoir nicht weit von der Südostecke in der Barackengegend.
c) Telephon: Engeres Stangensystem, abgesteckt von NW nach SO entlang des Flugfeldes.
d) Hangars und Werkstätten: Es gibt insgesamt 7 Hang. Im Süden am Rand 1 großer Hangar mit betonierter Rollpiste, 1 mittlerer (wahrscheinlich als Werkstatt verwendet) und 4 kleine. Von der Südostecke herein, verbunden mit einer Taxispur zum Landeplatz, 1 mittl. Hangar, der ebenso als Werkstatt benützt werden dürfte.
e) Munition: Es gibt ein großes Lager in den Wäldern 3/4 Meilen westlich.
f) Nachtlandeeinrichtungen:
g) Unterkünfte: Innerhalb der Süd-und Südostgrenze liegen die Hauptbarakken der Segelflugschule. Einige der Gebäude sind wahrscheinlich Werkstätten, die in Verbindung mit der Schule benötigt werden. Eine Anzahl von Baracken in der südöstlichen Gegend sind (anscheinend) nicht benützt und 2 neue Gruppen von Gebäuden, vermutlich Quartiere, befinden sich im Bau. 1.200 Y. nordöstlich und 1.100 Y nordnordw. (Auf dem Plan nicht zu sehen). Ein Pfad führt von der Westgrenze des Flugfeldes nach Ainring und zeigt an, daß auch dort Personal untergebracht ist. Der Kontrollturm und die Met. Station wurden an der Südgrenze nahe den Hangars festgestellt.
Verteilungseinrichtungen: Keine organisierten Einrichtungen.
Verteidigung:
Flak: Folgende Positionen konnten ausfindig gemacht werden:
Schwere F. 500 Y. NNW
Leichte F. 450 Y. N
Bodenverteidigung: Es sind in der Barackengegend Schuppen für Verteidigungspersonal vorhanden, ebenso unter den im Bau befindlichen Gebäuden im NNW.
Anmerkung: Die Verteidigungsanlagen von Salzburg liegen im Osten.
Zufahrt:
Straßen: Eine Nebenstraße führt vom Flugplatz zur Verbindung mit der Hauptstraße Salzburg-Traunstein 1.500 Y. NNO.
Die Autobahn Salzburg-München verläuft 3 3/4 Meilen südsüdwestlich.
Bahn: Die Eisenbahn Salzburg-Bad Reichenhall verläuft unmittelbar im Osten des Flugpl. Ein Halt' 400 Y. NNO vom Haupteingang (bei der Südostecke) dient dem Flugplatzpersonal.
Anmerkungen: Ainring war ein ziviler Flughafen vor dem Kriege und wurde wahrscheinlich um 1930 gebaut. Es war dort eine Segelflugschule, aber es ist unwahrscheinlich, daß der Flugplatz für militärische Operationen genützt wurde. Es wird berichtet, daß Hitler den Flugplatz für seine Besuche in Berchtesgaden benützte, welches 12 1/2 Meilen in Richtung SSO entfernt liegt.

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